Kurz erklärt
Bei einer Sofortbildkamera steckt das Fotolabor gewissermaßen im Film: Nach dem Auslösen schiebt die Kamera den Abzug heraus, und die Chemie im Bild sorgt dafür, dass es sich vor euren Augen entwickelt. Jede Aufnahme gibt es genau einmal, als Unikat zum Anfassen.
Die erste Sofortbildkamera von Polaroid war die Land Camera Model 95 von 1948. Sie brachte, wie das Science Museum es beschreibt, die Chemie einer Dunkelkammer in eine Kamera, die man in der Hand halten konnte (Science Museum Group). Bekannt sind heute zum Beispiel Fujifilms Instax-Kameras, die es seit etwa 1999 gibt. Ihre Filme gibt es in den Formaten Mini (46 × 62 mm), Square (62 × 62 mm) und Wide (62 × 99 mm), und ein Bild braucht rund anderthalb Minuten, bis es fertig entwickelt ist (FotoWissen).
Foto: Tim Mossholder / Unsplash
Beispiel
Auf einem 30. Geburtstag steht neben dem Gästebuch eine Sofortbildkamera. Jede Gruppe macht ein Foto von sich, wartet gespannt, bis der Abzug Farbe bekommt, klebt das Bild ins Buch und schreibt ein paar Zeilen daneben. Am Ende des Abends hat das Geburtstagskind ein fertiges Erinnerungsbuch. Allerdings ist die Filmpackung schon um 23 Uhr leer, und vom Tanzen gibt es kein einziges Bild mehr.
Worauf ihr achten solltet
- Kosten pro Bild: Jeder Abzug verbraucht Film, den ihr nachkaufen müsst. Plant genug Packungen ein oder legt fest, wofür die Kamera gedacht ist.
- Nur ein Exemplar: Ein Sofortbild gibt es genau einmal. Wer es mitnimmt, hat es, alle anderen nicht. Wenn ihr die Bilder digital wollt, müsst ihr sie später abfotografieren oder scannen.
- Licht: In dunklen Räumen ist die Kamera auf ihren Blitz angewiesen. Nahe Motive gelingen dann meist am besten.
- Betreuung: Eine Kamera, die frei herumgeht, ist schnell leer. Eine feste Station, etwa am Gästebuch, sorgt für Ordnung.
Einen Vergleich verschiedener Wege, an die Fotos eurer Gäste zu kommen, findet ihr im Artikel Fotos von Gästen sammeln.
