Kurz erklärt
Die Shotliste (englisch shot list) ist der Spickzettel für alle, die auf eurer Feier fotografieren. Sie hält fest, welche Bilder es am Ende unbedingt geben soll: das Familienfoto mit beiden Großeltern-Paaren, der Ringtausch, der Anschnitt der Torte, das Gruppenbild mit dem Fußballverein. Was nicht auf der Liste steht, ist nicht verboten – aber was draufsteht, wird nicht vergessen.
Foto: Fotógrafo Samuel Cruz / Unsplash
Professionelle Hochzeitsfotografen fragen oft selbst nach einer Liste, vor allem für die Gruppenfotos. Noch wichtiger ist sie, wenn ihr ohne Profi feiert: Dann verteilt sich das Fotografieren auf Freunde und Gäste, und die Shotliste sorgt dafür, dass niemand glaubt, „das macht bestimmt jemand anderes“.
Beispiel
Eine kurze Shotliste für eine Hochzeit könnte so aussehen:
- Brautpaar beim Einzug und beim Ja-Wort
- Ringtausch in Nahaufnahme
- Gruppenfoto mit allen Gästen direkt nach der Trauung
- Brautpaar mit beiden Elternpaaren
- Brautpaar mit Geschwistern und Großeltern
- Trauzeugen und engste Freunde
- Anschnitt der Hochzeitstorte
- Eröffnungstanz
- Details: Ringe, Strauß, Tischdeko
Die Gruppenfotos schreibt ihr am besten mit Namen auf („Oma Hilde, Onkel Jens + Familie“), damit die fotografierende Person weiß, wen sie zusammenrufen muss.
Worauf ihr achten solltet
- Kurz halten: Zehn bis zwanzig Pflichtmotive reichen. Eine Liste mit hundert Punkten verhindert genau die spontanen Candid-Fotos, die später am meisten berühren.
- Eine Ansprechperson bestimmen: Gebt die Liste einer Person, die viele Gäste kennt – oft eine:n Trauzeug:in. Sie ruft die Gruppen zusammen, während der Profi oder die Gäste fotografieren.
- Zeiten einplanen: Gruppenfotos dauern länger als gedacht. Legt sie direkt hinter die Trauung, solange alle noch ordentlich aussehen und an einem Ort sind.
- Pflicht und Kür trennen: Die Shotliste ist für Pflichtmotive. Lustige Ideen für Gäste gehören eher in Fotoaufgaben – Inspiration dafür findet ihr in unseren Fotoaufgaben für die Hochzeit.
- Doppelt absichern: Druckt die Liste aus und schickt sie zusätzlich aufs Handy der Ansprechperson.
Wie ihr ganz ohne Profi an alle wichtigen Bilder kommt, zeigt unser Beitrag Hochzeit ohne Fotograf.
Mit Filmriss
Die Shotliste deckt die Pflichtmotive ab, die Gästefotos liefern den Rest. Mit einer digitalen Einwegkamera scannen eure Gäste einen QR-Code und fotografieren im Browser, ohne App. Das Fotolimit sorgt dafür, dass nicht 300 Bilder vom selben Moment entstehen, und am nächsten Morgen seht ihr beim Reveal alle Fotos auf einmal. Mehr dazu auf der Seite Filmriss für die Hochzeit.
