Kurz erklärt
Ein analoger Film enthält lichtempfindliche Silberhalogenid-Kristalle. Bei der Belichtung und Entwicklung werden sie zu metallischem Silber, und genau diese winzigen Teilchen sieht man als Korn im Bild. Je lichtempfindlicher (also höher die ISO-Zahl) ein Film ist, desto größer sind die Kristalle und desto sichtbarer das Korn. Auch Unterbelichtung und starkes Vergrößern machen es deutlicher (Richard Photo Lab).
Foto: Markus Spiske / Unsplash
Beispiel
Die Bilder aus der Einwegkamera vom Tanzabend sehen aus, als hätte jemand feinen Sand darübergestreut, vor allem in den dunklen Ecken. Kein Wunder: Einwegkameras wurden über die Jahre mit immer lichtempfindlicheren Filmen bestückt, bei Fujifilms QuickSnap bis ISO 1600 (Fujifilm QuickSnap History). Und je höher die ISO-Zahl, desto gröber das Korn. Genau das macht für viele den Charme aus.
Worauf ihr achten solltet
Filmkorn ist nicht dasselbe wie Pixelbildung bei digitalen Bildern: Korn verteilt sich zufällig, Pixel bilden ein Raster und kosten Details. Handyfotos haben von Natur aus kein Filmkorn. Wer den Look trotzdem will, muss ihn nachträglich per Filter hinzufügen. Für gute Partyfotos mit dem Handy hilft eher ein Blick in unsere Tipps für Partyfotos. Bei Filmriss kommen die Bilder so, wie die Handykamera sie aufgenommen hat, also ohne künstliches Korn.
